11. September 2011


“Hat sich stets bemüht, …”

Eine vernichtende Beurteilung, die jedes Arbeitszeugnis zu einem Bewerbungskiller werden lässt. Mit dieser im Gewande des Wohlwollens daher kommende Formulierung wird wohl kaum jemand seine eigenen Leistungen gern beschrieben sehen. Geschweige denn, dass jemand auf die Idee käme, sich selbst damit anzubieten. Es sei denn, besagter Jemand ist Amtsrichter am Amtsgericht Tiergarten. Dann kann sich in einer schriftlichen Urteilsbegründung schon mal solch’ traurige Selbstbezichtigung finden:

26. November 2010


Hetz’ mich nich’!

Beim Amtsgericht Tiergarten gehen die Uhren eben anders. Uhren? Ach, was sag’ ich denn? Eine ganz andere Zeitrechnung muss das sein. Die Nachricht, dass ein  in einer Bußgeldsache ursprünglich auf den 21. September 2010 anberaumter Gerichtstermin aufgehoben wurde, datiert vom 24.11.2010 und erreicht mich zwar prompt nach seiner Abfassung gestern am 25. November 2010 aber eben doch gut zwei Monate nach dem Hauptverhandlungstermin. Schönen Dank! Nachricht angekommen. Ihr könnt Euch wieder hinlegen.

27. September 2008


Ehre, wem Ehre gebührt.

Jedenfalls gebührt sie einem Oberförster. Denn die Tätigkeit im Forstdienst etwa eines Bundeslandes gilt als nützliche, dem Gemeinwohl dienende Verrichtung. So hat es jedenfalls jüngst das Amtsgericht Tiergarten in Berlin gesehen und damit Augenmaß bewiesen. Die Amtsanwaltschaft hatte Anklage wegen Beleidigung erhoben. Ein Polizeibeamter hatte sich durch den Hinweis eines Passanten bleidigt gefühlt: “Herr Oberförster, zum Wald geht’s da lang.”

2. August 2008


“Der Teufel steckt im Detail”

Schwierig wird es dann, so meint diese Redensart, wenn man beginnt, sich mit den Feinheiten einer Sache zu beschäftigen. Doch häufig ist es gerade die Beschäftigung mit den Details, die zum Erfolg führt. In der beruflichen Praxis eines Rechtsanwaltes ist das jedenfalls so. Nur wenn beispielsweise der Verteidiger in einem Verfahren wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit jedes noch so kleine Detail überprüft, wird er dem ihm übertragenen Fall gerecht. Und wahrt die Chancen seiner Mandanten auf einen für sie befriedigenden Ausgang des Falles.