19. Februar 2010


PoliScanSpeed

Das von der Firma VITRONIC entwickelte Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung gerät immer häufiger in den Focus kritischer Betrachtung. Was bislang immer wieder vermutet wurde, ist nun durch das Gutachten eines Berliner Sachverständigen für Unfallrekonstruktion belegt: Bei Geschwindigkeitsmessungen der Polizei mit dem PoliScanSpeed kann es unter bestimmten Umständen zu Fehlern bei der Zuordnung der gemessenen Geschwindigkeit kommen.

Ein entsprechender Verdacht bestand von Anfang an. Denn das Foto, das den angeblichen Temposünder abbilden soll, entsteht nicht im Messbereich, sondern erst, wenn dieser durchfahren ist. Die Kameras werden dazu an einer von den  die Messung durchführenden Polizeibeamten errechneten Stelle positioniert. Der eigentliche Messbereich liegt also nicht dort, wo das Fahrzeug auf dem Foto abgebildet ist. Folglich bilden die Fotos auch nicht das Fahrzeug unmittelbar während der Messung ab.

Das nunmehr vorliegende Gutachten basiert auf verschiedenen Versuchen, deren Ergebnisse belegen, dass insbesondere im unteren Geschwindigkeitsbereich das Risiko der fehlerfhaften Zuordnung der gemessenen Geschwindigkeit zu einem die Messung gar nicht auslösenden Fahrzeug besteht.